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Sand – Ein gigantisches Lernfeld

Lernfeld SandWas für uns Ältere selbstverständlich ist, stellt 1-2-Jährige vor wirklich sehr große Herausforderungen. Es gilt seiner eigener Sinne Herr zu werden, sprich zu verstehen, was ich tun muss, um bspw. Sand von A nach B zu bewegen. Wir alle begreifen besonders gut im Lernfeld Sandkasten, Dinge von Ihrer Haptik her wahrzunehmen.

Unglaublich aufregend ist für Neulinge das Element Sand. Dieser rieselt einmal ganz fein durch die Hand, im nächsten Moment kann dieser in eine Form gepresst als kompakte Einheit fungieren. 

Sand hilft Dinge zu begreifen

Die immense Vielseitigkeit von Spielsand ermöglicht es, dass Kinder ohne großes Überreden Stunden lang darin verweilen können. Mit Sand kann unglaublich viel erforscht werden, was die physikalischen Gegebenheiten unseres Planeten angeht.

  • Sand muss hoch geworfen werden, nach unten fliegt er von alleine. 
  • Man verändert die Eigenschaften des Sandes, wenn dieser mit Wasser in Berührung kommt (nimmt z.B. an Festigkeit zu)
  • Sand kann in seiner Form verändert werden und damit jeglicher Fantasie Raum bieten zum fröhlichen Gestalten neuer Dinge.
  • Wenn man ein Loch buddelt, entsteht ein Überschuss an Sand im restl. Bereich des Sandkastens (entspricht Bilanz-Denken der Wirtschaft)
  • Es gibt begrenzte Kapazitäten an Sand innerhalb des Sandkastens, mit denen es gut zu haushalten gilt. (So sind auch die Guter und Rohstoffe dieser Erde begrenzt)
  • Interaktion mit anderen Sandkasten-Freunden. Wenn ich viel Sand beanspruche fehlt es dem anderen. Gemeinsam etwas bauen führt zu einer Synergie und steigert zudem den Spielspaß

Sand zum Steigern der Motorik

Mit Motorik wird die Steuerung unserer Bewegungsabläufe beschrieben. Ein Baby etwa weiß noch nicht, dass es den Arm ausstrecken muss, um nach einem Spielzeug zu greifen. Sobald die Sinne der Kleinen geschärft werden, die Welt buchstäblich nicht mehr auf dem Kopf steht und bewusst wird, dass das lange Gliedmaß rechts und links vor uns dazu verwendet werden kann, nach Dingen zu greifen, macht es richtig Laune. 

Spätestens in der Schule zeigt sich beim Schreiben mit dem Füller oder beim Ausschneiden einer Form auf einem Blatt Papier, wer bereits seine Motorik-Skills geschult hat und wer weniger. Mit einem Sandkasten vorm Haus kann unglaublich viel in Richtung Motorik ganz spielerisch nebenbei gefördert werden.

Für das Spielen im Haus gibt es dagegen auch tolle Spielsachen, wie etwa eine Kinder-Werkbank mit Hilfe derer nicht nur die Motorik, sondern bereits ein handwerkliches Verständnis trainiert wird. Da dieses Spielzeug nochmal eine feinere Motorik voraussetzt ist dieses erst ein paar Jahre später dran, als der Alters-flexible Sand.

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